Das Zuchtkonzept der Antikdogge
Der VfA (Verband freier Antikdoggenzüchter) ist eine Vereinigung von
Züchtern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben den Ur-Molosser, “die Dogge
der Antike“ zu züchten.
Die Zeit der Antike reichte von ca. 500 v. Chr. bis ca. 500 n. Chr., und
erstreckte sich von Griechenland über Italien bis Spanien/Portugal im Süden
Europas bis nach Westeuropa im Norden.
Zu dieser Zeit lebte ein kurzhaariger, robuster, doggenartiger Molosser, (heute
-> die Antikdogge) die für verschiedene Aufgaben z.B. als Kriegshund,
Wachhund, Bauernhund, für Tierkämpfe gegen Löwen, Bären etc. und auch zur
Jagd auf Hirsch und Wolf eingesetzt wurde.
Aus ihr entstanden im Laufe der Zeit, durch Vermischung mit anderen Rassen,
die in unserer Zeit bekannten südländischen und europäischen Doggenschläge,
wie z.B. Cane Corso, Dogo Canario, Mastino Napoletano, Presa Mallorquin,
Bordeauxdogge, Boxer, etc.
Wir beschränken die Zucht der Antikdogge auf die Rassen Dogo Canario und
Cane Corso, da diese Beiden der damaligen Dogge am ähnlichsten sind.
Nun ein paar Worte zu unserem Zuchtkonzept..
Wir züchten die Antikdogge nicht etwa, um wahllos hervorgebrachten
"Mischlingen" einen Namen zu geben. Vielmehr steht hinter unserer Zucht ein
Konzept - nämlich die Entstehung eines wesensstarken, gesunden, robusten,
leistungsfähigen und dazu noch wunderschönen Molossers!
Beide Rassen, sowohl der Dogo Canario als auch der Cane Corso haben
denselben Ursprung. Sie sind sich bis heute sehr ähnlich und von Laien kaum
zu unterscheiden.
Was sie dennoch unterscheidet...
Der Rassestandard des Cane Corso gibt beispielsweise einen kurzen Fang mit
Vorbiss vor und erlaubt eine große Farbenvielfalt. Es gibt sie in den Farben
falb, formentino, blau, blaugestromt, schwarz und schwarzgestromt (mit
weißen Abzeichen). Selten kommen sie auch im den Farben blau und schwarz
mit lohfarbenen Abzeichen oder sogar schokobraun vor. Diese Farbgebungen
werden in der Cane Corso Zucht als Fehlfarben bezeichnet und nicht zur
Weiterzucht zugelassen. Für die Antikdogge wünschen wir uns hingegen eine
möglichst große Farbenvielfalt und sind gewillt, auch besagte Fehlfarben in
der Zucht zu etablieren.
Der Rassestandard des Dogo Canario hingegen beschränkt sich auf die Farben
falb mit schwarzer Maske und dunkelgestromt (weiße Abzeichen sind ebenfalls
erlaubt).
Sein Fang ist etwas ausgeprägter als der des Cane Corsos und er hat meist ein
Scheren- oder Zangengebiss.
Vom Gebäude und Wesen unterscheiden sich die beiden Rassen wenig.
Unser Ziel ist es, mit der Antikdogge eine Rasse zu schaffen, die dem
damaligen Molosser möglichst ähnlich ist.
Da der Dogo Canario und der Cane Corso dem gewünschten Rassestandard der
Antikdogge am nächsten kommen, möchten wir die Vorzüge beider Rassen in
der Antikdogge wieder vereinen. So sind wir für den Rasseaufbau stets auf der
Suche nach besten, gesunden Zuchthunden.
Eine Antikdogge muss NICHT zwangsläufig aus der Verpaarung eines DC mit
einem CC sein. Wir werten diese beiden Rassen nicht wirklich als zwei
Unterschiedliche, sondern achten bei jeder Verpaarung individuell darauf,
dass 2 Zuchtpartner sich optimal ergänzen!
Dabei schauen wir sowohl auf das Wesen beider Hunde, als auch auf Wesen
und Gesundheit. Ergänzen sich also 2 Hunde sehr gut, die der
Rassebezeichnung Cane Corso unterliegen, werden die daraus entstehenden
Welpen trotzdem als Antikdogge eingetragen.
Gleiches gilt bei dem Dogo Canario.
Der Aufbau der Rasse Antikdogge wird noch viel Zeit und Mühen
beanspruchen! Vor allem weil wir große Maßstäbe an Wesen, Gesundheit und
Typ legen und die Antikdogge nur im Rahmen einer Hobbyzucht betreiben.
Grundsätzlich steht für uns in der VfA das Wohl unserer Tiere im Vordergrund.
Wir bieten all unseren Hunden ein erfülltes Leben in der Familie mit täglichen
Spaziergängen und Beschäftigungsaufgaben.
Es sind bereits einige Antikdoggen-Nachzuchten im Zuchteinsatz, die für
vielversprechenden Nachwuchs gesorgt haben. Dennoch geht die
Überzüchtung von Rassehunden und die dadurch entstandenen Krankheiten
nicht spurlos an uns vorbei. So erleben auch wir -bei dem Aufbau der
Antikdogge- den einen oder anderen "Stein", den es aus dem Weg zu räumen
gilt.
Somit wird es noch einige Zeit brauchen, bis das Zuchtbuch der Antikdogge
geschlossen wird und nur noch Antikdoggen untereinander verpaart werden.
Das Wichtigste für eine erfolgreiche Zucht ist, dass nur vollkommen gesunde
Hunde zur Weiterzucht zugelassen werden.
So sind wir auf dem richtigen Weg und werden unser Ziel in einigen Jahren
erreichen...